Quimat Sous Vide Stick im Praxis-Test

In diesem Praxis-Test möchte ich euch den neuen Sous Vide Stick Quimat von Kuyi vorstellen. Da ich natürlich immer wieder auf der Suche nach neuen Sticks bin – primär in der Preisklasse um die 100 Euro – bin ich natürlich auch auf den Quimat Sous Vide Präzisionskochgerät (so ist der Amazon-Name) aufmerksam geworden. Es ist nicht nur ein einzelnes Sous Vide Gerät, sondern eher ein Set, welches sich an Anfänger richtet. Warum Set? Neben dem Stick sind noch ein Handvakuumierer und 5 Vakuumbeutel enthalten.

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Die bislang 13 sehr positiven Bewertungen lasen sich zum Teil gut – zum Teil sah es leider auch eher nach Fake-Berichten aus. Deshalb war ich natürlich umso gespannter auf diesen Sous Vide Stick. Erfahrt nun alle Vor- und Nachteile und ob sich ein Kauf meiner Meinung nach lohnt.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Leistung: 850 Watt mit Umwälzpumpe
  • Maße: 20,5 x 9 x 36 cm
  • Volumen: bis zu 20 Liter
  • Mindesttopfhöhe: ca. 18 cm
  • Temperaturbereich: von 25 bis 99°C in 0,1°C Schritten einstellbar
  • Temperaturabweichung: +-0,1°C
  • Timer: Sekundengenau einstellbar
  • Trockenlaufschutz: Ja

Im Lieferumfang enthalten:

  • Sous Vide Stick inkl. Topfhalterung direkt am Gerät
  • Handvakuumierer
  • 5 Vakuumbeutel in jeweils verschiedenen Größen
  • 2 Topfklemmen für die Vakuumbeutel
  • Bedienungsanleitung auf Deutsch und Englisch
  • Rezeptbuch mit 14 Rezepten (leider ohne Gartabelle und nur auf Englisch)

Optik:
Das Aussehen ist ja immer relativ und liegt im Auge des Betrachters 😉. Vom Design her finde ich den schwarz/weißen Kopf sehr stylisch. Das Display leuchtet angenehmen – könnte aber gerne noch einen Tick kontrastreicher sein. Der Drehregler am Gerät leuchtet blau und rot und ist sehr schick. Super ist der Tragegriff am Kopf des Sticks. Aber ihr seht auch auf den Fotos, dass der Stick doch einen recht großen Kopf hat, der etwas aus dem Topf herausragt. Dies muss man mögen.

Inbetriebnahme / Bedienung:

Geliefert wurde der Quimat sehr gut verpackt. Beim Auspacken fühlte sich das Sous Vide Gerät schon sehr hochwertig an. Es ist nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht. Macht ein gutes Gefühl beim Tragen und einen gut verarbeiteten Eindruck.

Zusammengebaut werden muss nichts mehr. Man kann das Gerät einfach an den Topf klippen. Dafür ist ein recht hoher Topf wichtig. Mein genutzter Topf hatte eine Höhe von 23 cm. Damit konnte ich den Stick auf der mittleren Stufe befestigen. Etwas niedriger ginge bestimmt auch noch und höher sowieso, wenn genug Wasser im Topf ist.

Nun fehlt also nur noch das Wasser. Ich habe den Topf mit ca. 5 Litern befüllt und den Stick eingetaucht. Stecker einfach in die Steckdose und schon leuchtet er auf. Über die Funktionstasten (Rechts neben dem "Set" Schriftzug) hat man nun die Möglichkeit, die Temperatur und den Timer einzustellen. Viel mehr braucht man ja auch nicht. Der unterste Button ist der Start / Stop Button. Die obere Anzeige zeigt die aktuelle Temperatur an.

Wie arbeitet es sich mit dem Gerät?

Ich empfehle euch die Anleitung zu lesen bzw. mein Video zu schauen, um die Grundfunktionen zu verstehen und nicht wild auf dem Gerät rumdrücken zu müssen. Zu Beginn ist es doch etwas komplizierter als von mir vermutet. Durch zu langes drücken auf die Start/Stopp Taste habe ich das Ding resetet und auf Fahrenheit gestellt. Das war natürlich nicht mein Plan. Ein kurzer Blick in die Anleitung half dann. 3 Sekunden die Funktionstaste drücken und schon hatte ich wieder Celsius als Angabe. Puh. Durch kürzeres gedrückt halten der Start/Stopp-Taste pausiert ihr den Stick.

Das Einstellen der Temperatur und Zeit ging relativ gut. Man darf den Drehregler nur nicht zu schnell drehen, sonst springt er gleich um mehrere Minuten oder Grad nach oben. Da ist etwas Fingerspitzengefühl wichtig. Dies könnte man definitiv noch verbessern und den Regler etwas weniger sensibel gestalten.
Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass man wenig Feedback von der Start/Stopp Taste bekommt. Gerade wenn das Gerät die Zieltemperatur erreicht hat und piept, so das es losgehen kann, man dann Start drückt, damit der Timer losgeht, passiert nichts. Man bekommt kein Feedback -  kein piepen oder blinken der Zeitanzeige.  Hier habe ich dann immer 1-2 Minuten gewartet oder auch wild auf den Knopf gedrückt. Was schlussendlich zum Erfolg geführt hat, kann ich euch leider nicht sagen. Aber der Timer sprang an und das Essen wurde gegart.

Lautstärke: Die Lautstärke empfand ich zum Start als sehr angenehm. Nach etwas 10 Minuten wurde der Stick dann etwas lauter. Nicht unangenehm laut. Aber anders als zum Start. Nach dem Erreichen der Zieltemperatur wurde das Gerät dann wieder so leise wie zu Beginn. Dies konnte ich bei bislang jedem Garvorgang feststellen und gehört wohl dazu. Nicht störend aber erwähnenswert.

Leistungsfähigkeit: Hier ist natürlich wichtig, wie schnell das Wasser im Topf erhitzt wird. Ich empfehle ja immer wieder, dass man schon vorgewärmtes Wasser aus dem Wasserhahn in den Topf gibt. Trotzdem teste ich natürlich, wie lange es bis zur gewünschten Temperatur dauert. Da die meisten von uns hier gerne Steak essen, habe ich als Standard 56° C genommen. Das Wasser hatte zu Beginn 22° C. Bis zum Erreichen der Zieltemperatur hat es ca. 15 Minuten gedauert. Mit vorgewärmten Wasser (ca. 45° C) lag ich bei ca. 5 Minuten. Das sind super Werte und mehr braucht es als Hobbykoch meiner Meinung nach auch nicht. Alles war super schnell einsatzbereit und ich konnte schnell mit dem Kochen beginnen.

Geruch: Für viele ein wichtiges Thema und auch ich finde, dass elektronische Geräte nicht zu stark riechen sollten. Die ersten 2-3 Minuten konnte ich einen leichten chemischen Plastikgeruch wahrnehmen. Danach war alles verfolgen und super. Also auch hier keine Beanstandung.

Warum ist das Gerät so empfehlenswert für Anfänger?

Ganz einfach – es beeinhaltet schon einen Handvakuumierer und 5 Vakuumbeutel. Dazu gibt es  auch noch 2 Topfklemmen für die Beutel. Ich finde das sehr gut durchdacht und preislich attraktiv. Bei anderen Geräten bekommt man für den Preis nur das Gerät ohne weiteres Zubehör.

Der Handvakuumierer benötigt die ersten Male etwas Übung, bis man den Dreh raus hat. Danach ging es super. Leider liegt hier keine Anleitung bei. Für euch aber kein Problem - entweder einfach ausprobieren oder das Video schauen. Das hätte man auch in der anonsten guten Anleitung lösen können.

Ich habe natürlich versucht die Beutel wiederzuverwenden. Das war aber keine gute Idee. Ich hab sie einfach nicht vernünftig gereinigt bekommen und möchte meine Lebensmittel dann doch lieber Keimfrei garen und da kein Risiko eingehen. Nachschub bekommt man entweder direkt von Kuyi im Set* oder aber man nimmt die Beutel von Rosenstein & Söhne*. Hier bekommt man im Megapack für um die 20 Euro 20 Vakuumbeutel. Wenn man also nicht zu oft Sous Vide Gart, dann ist das hier ein wirklich guter Deal. Zu erwähnen ist auch noch, dass es sich um BPA-freie Vakuumbeutel handelt – meiner Meinung nach sehr wichtig!

Garergebnis:

Kommen wir nun zur wichtigsten Kategorie – dem Garergebnis. Dies geht natürlich einher mit der Temperaturgenauigkeit. Und diese wird sehr gut eingehalten. Ich konnte Abweichungen von 0,1 – 0,2° C feststellen. Das ist wirklich verdammt gut und lässt präzises kochen zu. Somit war auch mein Steak, der Lachs oder auch die bei 85° C gegarten Möhren super gelungen. Mit diesem Stick ist es also sehr gut möglich, die Gartabellen einzuhalten und ein Top Garergebnis zu erzielen.

Reinigung:

Viel zu reinigen gibt es ja fast nie bei einem Sous Vide Stick. Auch beim Quimat ist das der Fall. Falls aber doch mal etwas verschmutzt ist oder man regelmäßig reinigen will, so gibt es einen praktischen Wartungsdeckel, welchen man einfach abnehmen kann. Dadurch kann man dann auch den Edelstahlmantel abnehmen und ganz einfach im Wasserbecken oder in dem Geschirrspüler reinigen. Sehr gut gelöst und ohne viel Arbeit. Trotzdem sollte man vorsichtig sein und nicht das komplette Gerät in die Spülmaschine oder ins Wasser schmeißen. Das kann zu defekten führen und sollte stets mit dem Händler abgesprochen werden!

Fazit:

Ein gutes Gerät, welches ich jedem Anfänger empfehlen kann. Hier bekommt man alles, was man für den Start ins Sous Vide Garen benötigt. Einen Stick mit genügend Leistung, einen Handvakuumierer, welcher ein gutes Vakuum erzielt. Und dazu gibt es noch 5 Vakuumbeuteln. Außerdem ein kleines Rezeptbuch mit Ideen – leider nur auf Englisch!

Was mich gestört hat, ist das Feedback des Touchdisplays. Hier würde ich mir ein akustisches Signal als Bestätigung wünschen, wenn alles von mir eingestellt ist.  Gerade zu Beginn ist das doch etwas verwirrend. Auch würde ich mir etwas mehr Kontrast vom Display wünschen. Dies sind aber keine großen Fehler, die Kuyi mit dem Quimat gemacht hat.

Die Vorteile überwiegen. Ein durchdachtes Set, ordentliche Leistung des Gerätes, leise, gut verarbeitet. Die Garergebnisse überzeugen dank einer sehr guten Temperaturabweichung von 0,1° C – 0,2° C. Und dazu ein Top-Preis/Leistungsverhältnis!

Wer hier schreibt

Ich bin Henrik, ein ambitionierter Hobbykoch. Da ich immer auf der Suche nach den neusten Trends in der Küche bin, bin ich schließlich auch bei der Sous-Vide Methode gelandet. Auf dieser Seite berichte ich über meine Erfahrungen und den neusten Sous-Vide Geräten.

Sous-Vide Profi Henrik
Henrik Hobbykoch