MELIANDA MA-18100 Sous Vide Stick 2. Generation im Praxis-Test

Diesmal habe ich den Melianda MA-18100 bei mir zu Hause begrüßen und testen dürfen. Zur Zeit wird dieser Sous Vide Stick für unter 100 Euro angeboten. In diesem Preisbereich bewegen sich mittlerweile einige richtig gute Sous Vide Geräte - aber wenige mit den Leistungsdaten. Ca. 1200 Watt und ein optisch ansprechendes Design haben mich sehr neugierig gemacht. Erfahrt nun alle Vor- und Nachtteile des MA-18100 in meinem Test.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Leistung: 1200 Watt mit Umwälzpumpe
  • Maße: 33,8 x 18,3 x 6,4 cm
  • Volumen: max. 20 Liter
  • Mindesttopfhöhe: ca. 18 cm (Herstellerangaben 7,5 cm Höhe)
  • Temperaturbereich: bis 95°C in 0,5°C Schritten einstellbar
  • Temperaturabweichung: +-0,1°C
  • Timer: bis 59:59 Stunden
  • Trockenlaufschutz: Ja

Im Lieferumfang enthalten:

  • Sous Vide Stick inkl. Topfhalterung direkt am Gerät
  • Anleitung inkl. kleiner Gartabelle auf Deutsch und Englisch

Optik:

Den Melianda Stick gibt es in 3 verschiedenen Farben. Ich habe mich für klassisch schwarz entschieden. Aber auch rot und weiß wissen optisch zu überzeugen. Das schwarz kommt in einem schönen hochglanz schwarz daher, was den Stick sehr edel ausschauen lässt.

Vom Design her fällt natürlich sofort auf, dass der Stick gebogen ist. Mir gefällt es sehr gut. Von der Größe her unterscheidet es sich aber nicht so sehr von anderen Sticks in anderen Formen.

Sehr auffällig ist das kleine aber sehr klare Display. Hier waren für mich alle wichtigen Details gut abzulesen – es könnte aber sicher noch etwas größer dargestellt werden.

Die Klammerung für den Topf ist gummiert und lässt sich sehr einfach aufziehen und somit am Topf fixieren. Die Höhe ist nicht verstellbar, sondern fest mit dem Stick verbunden. Laut Anleitung lässt sich der Melianda auch ohne die Fixierung nutzen. Es sollte nur gewährleistet sein, dass der Stick sicher im Topf steht und nicht umfallen / ins Wasser fallen kann. Für mich etwas zu riskant, gerade wenn man mal für ein paar Stunden nicht in der Küche steht und den Vorteil des Sous Vide Garens nutzen möchte.

 

Inbetriebnahme / Bedienung:

Beim ersten Test fiel mir gleich auf, dass die Settings auf dem Display in englischer Sprache sind. Für mich war das kein Problem. Dank der guten Anleitung sollte man aber auch als nicht englischsprechende Person gut mit dem Display bzw. der Bedienung zurechtkommen. Trotzdem hier nochmal der Hinweis, dass „Working Time“ die Betriebszeit des Gerätes ist und hier nichts eingestellt werden kann. „Set Time“ ist die eingestellte Zeit.

Das Einstellen der Temperatur ging mit dem Drehregler super einfach. Dieser ist sehr präzise und funktioniert wie erwartet. Wenn die eingestellte Temperatur erreicht wurde, piept der Timer, bis man das Gerät bedient – also startet.

Hier kommen wir aber nun zu einem kleinen Problem, welches mich zu Beginn etwas verzweifeln lies. Ich hoffe ich kann euch davor bewahren, wenn ihr meinen kleinen Sous Vide Stick Test hier lest. Durch viel rumprobieren und fast in die Luft gehen, habe ich dann herausgefunden, wie man den Timer startet. Dies ist in der Anleitung leider nicht erläutert.

TIMER STARTEN: Haltet die SET Taste längere Zeit gedrückt, bis der Timer bei „Working Time“ anfängt loszulaufen. Eigentlich ganz einfach, wenn man es ein mal weiß. Wenn nicht, kann man an dem Gerät durchaus verzweifeln.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=7xtXua6YRYY
 

 

Lautstärke: Die Lautstärke hat mich wirklich überrascht. Auf Grund der doch etwas höheren Leistung des Sous Vide Sticks, habe ich mit einem deutlich lauterem Gerät gerechnet. Zur Erinnerung: Die meisten Geräte in dieser Preisklasse habe eine Leistung von um die 800 Watt. Der Wasserstein hat 1050 Watt.
Was ich beim ersten Aktivieren also bemerkte, war die fast nicht zu hörende Lautstärke es Sticks. Fast flüsterleise begann der Wasserstein das Wasser umzuwälzen. Hier hat der Hersteller alles richtig gemacht und für empfindliche Ohren ist dass das richtige Gerät.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=3Z9FxdjbEog
 

Leistungsfähigkeit und Garergebnis:

Was einem beim Starten des Sticks sofort auffällt, ist die Leistung. Dies macht sich einerseits durch eine etwas höhere Lautstärke bemerkbar als z.B. bei Sous Vide Sticks mit Leistungen um die 800 Watt. Andererseits sieht man aber auch die Temperatur hochschnellen. Gerade für etwas größere Töpfe also ideal, um das Wasser schnell zu erwärmen. Aber auch hier wieder der Rat von mir, schon etwas vorgewärmtes Wasser in den Topf geben. Ich habe natürlich trotzdem getestet, wie lange der Stick braucht, um das Wasser von ca. 22 Grad auf 56 Grad zu erhitzen.
Und das Ergebnis überzeugt. In nur 10:42 Minuten konnte die Zieltemperatur erreicht werden. Ein wirklich sehr guter Wert. Geräte um die 800 Watt benötigen ca. 15 Minuten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Temperaturgenauigkeit. Gibt es größere Abweichungen oder hält das Gerät die Temperatur exact ein. Damit steht und fällt auch so manches Garergebnis. Hier konnte mich der Stick gerade in niedrigeren Temperaturbereichen voll überzeugen. Eine Abweichung von 0,1 ° C war hier festzustellen – was ein sehr guter Wert ist. In sehr hohen Temperaturbereichen schwankte es schon deutlicher bis ca. 0,5 ° C. Was aber völlig im Rahmen ist. Im Schnitt kam ich auch gute 0,2° C. Für diese Preisklasse wirklich sehr gute Werte!

Auch habe ich einen Test mit Isolationskugeln gemacht. So konnten die Temperaturschwankungen – gerade in hohen Temperaturbereichen – nochmal reduziert werden. Falls es einem also wirklich auf die Genauigkeit ankommt, könnt ihr euch noch die unten verlinkten Sous Vide Balls dazubestellen.

Geruch: Ich konnte keinerlei Plastikgeruch feststellen. Also alles wirklich gut verarbeitet und gute Materialien genommen. Daumen hoch!

Reinigung: Eigentlich muss ein Stick nicht wirklich gereinigt werden, da er sich ja „nur“ in Wasser befindet. Somit gilt nach dem Garen, erstmal abkühlen lassen und dann mit einen Tuch abtrocknen. Falls das Gerät mal entkalkt werden muss, solltet ihr immer beachten, dass es nicht komplett in Wasser eingetaucht werden darf. Es sollte so entkalkt werden, wie es auch zum Garen benutzt wird. Dies wird aber alles nochmal in der Anleitung gut beschrieben.

 

Fazit:

Wirklich überzeugende Preis-/Leistung des Melianda MA-18100 2. Generation. 1200 Watt, ein tolles Display mit Timerfunktion, überzeugende Temperaturabweichungen und wählbaren Geräte-Farben – da kann man schon etwas Suchen, um ein Gerät mit ähnlicher Klasse für den Preis zu finden.
Der einzige Wehrmutstropfen ist meiner Meinung nach der fehlende Hinweis in der Anleitung, wie man das Gerät startet. Ansonsten von mir ein ganz klarer Kauftipp!

 

Wer hier schreibt

Ich bin Henrik, ein ambitionierter Hobbykoch. Da ich immer auf der Suche nach den neusten Trends in der Küche bin, bin ich schließlich auch bei der Sous-Vide Methode gelandet. Auf dieser Seite berichte ich über meine Erfahrungen und den neusten Sous-Vide Geräten.

Sous-Vide Profi Henrik
Henrik Hobbykoch